Ne´ Currywurst, aber doppelt
Nahrungsmittel mit Kultstatus. Was Ruhrstadion, Bergbaumuseum und Kuhhirte jahrelang vergeblich versuchten, das hat die Currywurst von Dönninghaus - quasi im Vorbeigehen geschafft: Sie ist das echte Wahrzeichen Bochumer Lebenskultur. Eine Kultwurst ohne Wenn und Aber.
"Gehsse inne Stadt, watt mach dich richtich satt ? 'ne Körriwuäst!" Herbie Grönemeyer hat die Zeichen der Wurst schon vor Jahren erkannt und ihr die Bedeutung zugeschanzt, die ihr zukommt.
Ausschnitt aus dem Zeitungsbericht. Quelle: WAZ Bochum
Denn Bermuda-Dreieck hin und her, ohne das "Bratwurst-Häuschen" neben dem Union Theater konnte man dem Bochumer "Szene" - Leben ebensogut den Totenschein ausstellen. Da war' die Mark nur noch fuffzig Pfennig wert. Der heilige Gral der echten und einzigen Currywurst (meinetwegen kann sie tausendmal in Berlin erfunden worden sein) ist heute nicht nur Institution, sondern auch erste Anlaufstation der Exil - Bochumer.
Ulrich Zünkeler, gebürtiger Bochumer und mittlerweile Werbetexter mit Wohnsitz Hamburg: "Das erste, was ich mache, wenn ich nach Bochum komm'? Ich zieh' mir 'ne Currywurst von Dönninghaus 'rein." Und Kollege Dirk Link, den das gleiche Schicksal traf: "Jau. Aber 'ne doppelte." Glücklicherweise sind mit dem zünftigen Biß in das wurstige Fleisch keine "wahnsinnigen" Gefahren verbunden.
Dirk Schulz, Geschäftsführer und Enkel des Gründers Otto Dönninghaus: "Unsere Wurst besteht zu fast hundert Prozent aus Schweinefleisch. Das bisschen enthaltene Rindfleisch kommt von glücklichen Kühen aus dem Sauerland, mit Personalausweis."
Die Nachfrage bestätigt die Auskunft. 40 000 Würste pro Woche und mehr werden bei Dönninghaus gewurstelt, rund 35 Laden beliefert. Seit kurzem gehört auch der VfL zur Kundschaft. Doch auch unsere Wurst wäre nur eine leckere unter anderen, gäb' es da nicht eine Besonderheit: Diese göttliche Currysauce. Doch das Rezept wird so geheim gehalten wie die Trickkiste von David Copperfield.
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