Bummel in Bochum "Gehse inne Stadt"
Der rote Teppich ist jetzt ausgerollt und geleitet Bochumer und ihre Gäste vom frisch renovierten Hauptbahnhof aus geradewegs in die Fußgängerzone
Einkaufen vor historischer Fassade: das Kortumhaus. Quelle: Ruhr Revue
Die Huestraße führt direkt ins "Quartier", wo sich kleine Boutiquen mit Mode, Schuhen, Taschen, Wäsche und Accessoires niedergelassen haben. Am entgegen gesetzten Ende der Fußgängerzone, im ehemaligen Gerberviertel, befindet sich die Bochumer "Wohnmeile": In Möbelhäusern wie "Blennemann" und "Die Einrichter.home", einem Leuchtengeschaft, einem gut sortierten Haushaltswarengeschäft und Dickerhoffs "Design + Handwerk" findet man viele schöne Dinge zum Wohnen und Wohlfühlen.
Zwischen nördlicher und südlicher Innenstadt liegen das große, 1827 eröffnete Modehaus Baltz, das denkmalgeschützte Kortumhaus - inzwischen leider kein Kaufhaus mehr - und die Einkaufszentren Drehscheibe und City-Point.
Erfolgreicher "Herr der Würste": Dönnighaus - Chef Dirk Schulz ... Quelle: Ruhr Revue
Appetit bekommen? Im "Alten Brauhaus Rietkotter", dem ältesten erhaltenen Wohnhaus der Bochumer Innenstadt, lässt es sich in gepflegter Tradition speisen. Zum neudeutschen "Business Lunch" treffen sich Geschäftsleute gern im "Living Room". Wer weniger Zeit und Geld zur Verfügung hat, ist mit einem kleinen Imbiss gut bedient.
"Gehse inne Stadt, wat macht dich da satt - 'ne Currywurst", empfiehlt Herbert Grönemeyer. Dabei meint er gewiss die "Echte" von Dönninghaus, die man in Bochum seit Generationen verputzt. "Mittlerweile liefern wir auch nach Sylt, Stuttgart und München", berichtet Geschäftsführer Dirk Schulz, dessen Großvater das Unternehmen vor rund 70 Jahren gegründet und die Rezeptur für die Kultwurst samt Soße kreiert hat. 2007 gab es dafür von der Deutschen Lebensmittelgesellschaft die Goldmedaille. Klasse trotz Masse: 40.000 bis 50.000 Würste und 300 bis 400 Liter Currysoße produziert Dirk Schulz mit seinem Team allwöchentlich.
... macht Currywurst nach Großvater`s Rezeptur. Quelle: Fleischerei Dönninghaus GmbH
Wer es etwas leichter mag, dem sei die "Aubergine" in der Nähe des Bochumer Schauspielhauses empfohlen: mediterrane Kost in geschmackvollem Ambiente, dazu ein schönes Glas Wein. In fortgeschrittener Stunde treffen sich hier Theaterleute und Theaterfreunde.
Der Stadtteil Ehrenfeld rund um das Schauspielhaus wird langsam, aber sicher vom Geheimtipp zum Szeneviertel. Hier gibt es - in gebührendem Abstand zur Kneipenmeile "Bermuda3eck" -Gastronomiebetriebe mit Charakter (Orlando, Freibad) und neuerdings auch ein paar kleine Geschäfte, die sich mit originellen Konzepten von der Masse abheben: "Stückgut" in der Konigsallee führt Modedesign aus dem Ruhrgebiet; Wohnkultur, Kunst und Handwerk offeriert gleich urn die Ecke die "Wohnbar". Wer seinen Schmuck selbst gestalten möchte, findet in der "Perle" eine reiche Auswahl an Materialien, und das "Meilenweit" versorgt Reiseradler mit der passenden Ausstattung.
Print - Quelle - Ausgabe 01/08 - Ruhr Revue - Bochum Spezial - mb




